Text-Illustration

Was ist eigentlich gender?

Der Begriff gender bezieht sich nicht auf Frauen oder Männer, sondern auf das Verhältnis der Geschlechter und somit auf Gleichwertigkeit / Gleichrangigkeit sowie Ungleichheit / Hierarchie.

Der Begriff verweist auf die gesellschaftliche Bedingtheit dessen,

  • wie das Geschlecht sozial gelebt wird,
  • was in Abgrenzung konstruiert wird: was als männlich definiert wird, hat als Folie immer das davon abgegrenzte Weibliche und umgekehrt.

Gender verweist auf die Möglichkeit von Geschlechtergerechtigkeit durch Veränderungen von Geschlechterrollen. Gender will zur kritischen Reflexion der Ordnungsmuster anregen, die „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ als eindeutig und unveränderbar annehmen.

Dieses ist gerade auch in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule relevant, in einem Arbeitsfeld, in dem sich die Kinder und Jugendlichen in einem Alter befinden, welches von der Suche nach und dem Prozess der Findung einer eigenen Identität gekennzeichnet ist. Dabei spielt die Geschlechtsidentität eine wesentliche Rolle!

Die Vorstellungen davon, was „weiblich“ oder „männlich“ ist, variieren; die Muster sozial erwünschter Weiblichkeit und Männlichkeit verändern sich. Die Crux besteht aber eben darin, dass mit der Zugehörigkeit zum männlichen oder weiblichen Geschlecht unterschiedliche Teilhabechancen an den zur Verfügung stehenden gesellschaftlichen Ressourcen vorhanden sind. Das können wir ändern!